Freitag, 26. Mai 2017

Sommerlicher Farbenrausch

Eigentlich bin ich ja nicht der Farben-Typ. Ton in Ton ist eher mein Ding. Trotzdem überkommt mich ab und zu der Farbenwahn. Das ist ein grossartiges Gefühl! Ausbrechen aus der harmonischen Welt, rein ins multicolor Chaos! Auch der Vielfarbigkeit liegt eine gewisse Ausgewogenheit zu Grunde. Ausserdem steht der Sommer bevor. In Zürich sind für das Weekend 29° Celsius vorausgesagt!

Quelle: https://www.arkpad.com.br/

Also nichts wie ran! Wer keine Angst vor einem temporäreren Farben-Overkill hat, der macht sich noch heute daran, zumindest ein paar farbige Kissen für den Balkon einzukaufen. Ach und noch eines: Rot, Gelb und Orange sind nicht wirklich die "Ausreisser" in Sachen Farbe. Dieser Mix ist Mainstream. Cool wird es erst, wenn atypische Farben dazu kommen wie zum Beispiel Rosa, Violett, Neongelb, Schwarz, Pink oder Lila. Die Mutigen schaffen sich gleich ein türkisfarbenes Sofa oder ein lindengrünes Sideboard an. No risk, no fun!  


Quelle: http://www.refinery29.com/
 
Quelle: http://www.dwellingdecor.com/

Quelle:http://absolutelybeautifulthings.blogspot.com


Quelle: www.apartmenttherapy.com

Quelle: http://www.anthologymag.com/

Quelle: www.styleathome.com
 
Quelle: http://owlandbridge.blogspot.com.es/

Quelle: www.google.ch

Quelle: http://livcorday.com

Quelle: www.popsugar.com

Samstag, 13. Mai 2017

Französisches Landhaus Feeling am Albis




In einer alten Textilfabrik ist das schöne Geschäft "L'Air du Sud" untergebracht. In diesem wunderbaren Ambiente bietet sich für Liebhaber des französischen Country Stils alles, was das Herz begehrt. Es gibt vintage Möbel, Geschirr, Kerzen, allerhand skurrile und charmante Wohnaccessoires, Tischdecken, Kissen und vieles mehr. Auch eine kleine Kleiderkollektion, hübsche Taschen sowie Schmuck finden Platz im weitläufigen Ladengeschäft. Es gibt viel zu sehe und sicherlich wird hier jeder Kunde und jede Kundin ein besonderes Stück finden. Eine Ausflug nach Hausen am Albis lohnt sich auf jeden Fall!
L'Air du Sud, Weisbrod-Areal 4, 8915 Hausen am Albis, www.lairdusud.ch










Sonntag, 7. Mai 2017

Liebe auf den ersten Blick

Diese drei kleinen Kerle sind die Ausbeute meines heutigen Flohmarkt-Spaziergangs in Mellingen. Im strömendem Regen waren die Jagdbedingungen für Flohmarkt-Schatzsucher wahrlich nicht ideal. Doch wer weder Sturmfrisur noch nasse Füsse scheut, der wird am Ende belohnt. Die drei charmanten, vintage Blech-Roboter sind der beste Beweis. Es war Liebe auf den ersten Blick zwischen uns. Immer einen Regenschutz und ein gute Portion Kühnheit dabei zu haben zahlt sich also aus! Eat your heart out R2-D2.



Freitag, 21. April 2017

Das grüne Wunder

Jetzt, da der Frühling auf sich warten lässt, ist eine gute Zeit, sich trotzdem schon mal mit ihm auseinander zu setzten. Rein farbtechnisch ist eine Einstimmung auf die wärmere Jahreszeit Balsam für die Seele. Deshalb geht es heute um Grün. In den 70er Jahren war es in der Schattierung Olivgrün sehr angesagt. Heute finden wir diese Farbe total unpassend. Vor allem wenn sie uns bei einer Wohnungsbesichtigung in der Küche über den Weg läuft oder im Badezimmer von den Wänden strahlt. Der Vermieter beharrt in solchen Fällen gerne mal darauf, dass diese Farbe jetzt wieder angesagt sei. Aber das ist der gleiche Typ, der noch die Schlaghosen aus dieser Zeit trägt und glaubt, er hätte die heutigen Fashion Trends schon weit im Voraus erkannt. 



Source: http://coreasotropa.wordpress.com

Grün ist angesagt. Allerdings hat dieses Grün wenig mit den Seventies zu tun. Es kommt heute viel frischer daher. Flaschengrün, Apfelgrün, Moosgrün. Die amerikanische Firma Pantone hat Greenery (Laubgrün) zur Farbe des Jahres 2073 erklärt. Es gibt also kein Entrinnen. Sie wird uns nicht nur in Kleidergeschäften und Vorhangläden begegnen, sondern uns auch in Form von Toastern, Eierbechern, iPhone-Hüllen und Putzschwämmen heimsuchen. Wie alle Hypes wird auch dieser – übrigens sehr hübsche - flugs wieder verschwinden, wenn die nächste Trendfarbe bekannt gegeben wird. Man tut also gut daran, sich auf kleine, grüne Investitionen zu beschränken und nicht gleich die ganze Wohnung überwuchern zu lassen. 


Source: http://www.designsponge.com

Und doch liegt in jedem Trend auch eine gewisse Konstante. Grün wurde nicht vor erst vor 40 Jahren entdeckt, sondern schmückt schon seit Jahrhunderten Häuser, Schlösser und Apartments. Napoleon, zum Beispiel, war der Farbe Grün sehr zugetan, weshalb er sein Exil auf St. Helena vorwiegend mit Tapeten in dieser Farbe gestalten liess. Die Brisanz dabei: Die Tapeten waren mit dem stark arsenhaltigem Schweinfurter Grün bedruckt und haben Napoleon zusammen mit einem bösartigen Magengeschwür den Garaus gemacht. Dieser kleine Mann hat Schlacht um Schlacht überlebt, um am Ende von einer Wandverkleidung niedergestreckt zu werden. Kein Heldentod. Nach unbestätigten Quellen sollen sein letzten Worte gewesen sein: „Liberté, Egalité, Tapeté.“

Source: http://www.bellemaison23.com

Keine Angst vor Grün! Es kann zeitlos chic sein, wenn es bereits seit Jahrzehnten von einer Wand abbröckelt oder nur mit kleinen Gesten auf sich aufmerksam macht. „Grün fördert die Inspiration, die Balance und die Harmonie.“ sagt Pantone. Wie Recht sie haben! Ein bisschen Grün geht immer. Fünf Portionen pro Tag sind sogar ärztlich empfohlen. En Guete!

Source: http://designersblock.blogspot.ch
Source: http://www.bellemaison23.com
Source: http://bohemian-nations.tumblr.com
Source: http://www.porterhousedesigns.com
Source: http://www.tumblr.com
Source: http://www.porterhousedesigns.com

Samstag, 25. März 2017

Frohsinn im Seefeld

Der Konzept Store "Frohsinn" der Innenarchitektinnen von Atelier Zürich ist ein wahres Wunderland. Wo man hin sieht findet man ungewöhnliche Objekte, auffallenden Schmuck, pfiffige Wohnaccessoires und vieles mehr. Der Store befindet sich direkt vis à vis vom Restaurant Razzia, das die Architektinnen ebenfalls gestaltet haben. Ein Besuch im Laden sowie Restaurant oder der Bar ist für Landhaus Divas und Liebhaber des Schönen und Eklektischen ein "Muss". 

www.frohsinn.ch
Mainaustrasse 42
8008 Zürich
Öffnungszeiten: 
Mo - Fr 11.00 -19.00
Sa 10.00 - 17.00












Donnerstag, 9. März 2017

Das Plunder-Wunder

Das meiste, was auf Flohmärkten und in Brockenhäusern feil geboten wird, kann kein Mensch brauchen. Das ist wahrscheinlich einer der Gründe, warum es dort herumsteht. Davon darf man sich aber nicht abschrecken lassen. Um aus dem Ramsch die Schätze zu filtern, braucht man ein geübtes Auge. Dann entgeht einem auch nicht die vollendete Form eines alten Stuhls, der Charme eines blinden Spiegels oder die Wandelbarkeit einer morschen Truhe. Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters und Phantasie hilft. Oft kann etwas Schönes unter Schichten von Staub und Schmutz bloss erahnt werden. Der Schlüssel zum Plunder-Wunder ist, dass man sich vorstellen kann, wie das Objekt der Begierde aussehen könnte, nachdem man es aus seinem Dornröschenschlaf aufgeweckt hat. Ausserdem braucht es eine sichere Hand, unter all dem nutzlosen Zeug, das Stück hervorzuziehen, welches nach einer gründlichen Reinigung und einem Anstrich Farbe zum Schmuckstück mutiert. 




Drei Regeln kann ich Trödeljungfrauen mit auf den Weg geben: 

Regel Nummer 1: 
Kaufen Sie nichts, das Sie nicht selbst reinigen oder reparieren können. 

Regel Nummer 2: 
Über den Preis kann meist verhandelt werden, aber bleiben Sie realistisch und fair. 

Regel Nummer 3:
Lassen Sie die Finger von Häckeldeckchen, geschnitzten Holz-Eulen und anderen Geschmacklosigkeiten – ausser Sie sind sicher, dass Sie diese Dinge drastisch verändern und zum Kultobjekt umstylen können. 

Konzentrieren Sie sich vorwiegend darauf: Stühle, Sessel, Kleinmöbel, Spiegel, Bilderrahmen, Glas, Porzellan, Silber, Schmuck und Kunstobjekte (Büsten, Statuen, Bilder).  All diese Dinge lassen sich hervorragend reinigen, können neu bezogen oder gestrichen werden. Nutzen Sie Ihr Vorstellungsvermögen. Vieles sieht zum Beispiel weiss gestrichen umwerfend aus, wenn die Form des Objektes stimmt.



Es gibt allerdings auch Stücke, an denen nichts gemacht werden muss, weil sie einfach für sich sprechen. Patina und abgeplatzte Farbe kann in einer durchgestylten Wohnung ein Hingucker werden. Gleiches gilt für ungewöhnliche Stücke, die einzeln grauenhaft sind (70er Jahre Vasen, Nippes, alte Bilder etc) aber in grossen Mengen einfach cool aussehen.


Bild: http://frommoontomoon.blogspot.ch/search/label/collections


Wenn Sie noch Anfängerin sind, gehen Sie am besten ohne Begleitung los. Anhang ohne Sinn für das Aussergewöhnliche ist schlecht fürs Selbstbewusstsein, denn er wird Ihre Wahl beständig anzweifeln und fragen, wo denn dieses Objekt hin soll oder was damit gemacht werden kann. Das nervt. Warten Sie mit Begleitung, bis Sie etwas mehr Erfahrungen gesammelt haben. Fortgeschrittene können Ihre Auswahl rechtfertigen und lassen keine Zweifel aufkommen. Profis können nicht nur Ihren Entschluss selbstsicher vertreten, sondern gleichzeitig begründen und plausibel erklären: "Ich habe keine Ahnung, wozu das gut ist oder wie es mal aussehen wird, aber mein Bauch sagt, dass es mitkommt und dass es irgendwann perfekt sein wird."


Bild: http://www.tophomedesigns.com/25-cozy-shabby-chic-furniture-ideas-home/


Sie benötigen circa 50 Ramsch-Schnüffel-Stunden und 10 Vorher-Nachher-Schmuckstücke, um zur Meisterprüfung zugelassen zu werden. Fangen Sie also schon mal an zu üben!

Hier sind ein paar gute Adressen:

Brocki-Land, Steinstrasse 68, 8003 ZürichArche Brockenhaus, Hohlstrasse 489. 8048 ZürichZürcher Brockenhaus, Neugasse 11, 8005 ZürichBrockito, Robert Maillart Strasse 14, 8050 ZürichBrocki-Land Fahrweid, Überlandstrasse, 8951 Fahrweid (bei Schlieren)Brockenstube Au, Seestrasse 319, 8804 Au (ZH)Flohmarkt, Bürkliplatz, Zürich, Mai-Oktober, jeden Samstag 16.30-15.30Flohmarkt, Kanzleistrasse 56, 8004 Zürich, jeden Samstag 08.00-16.00




Bild: http://decor.iyashinohitoduma.com/decor-vintage-market/